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Natur & Wetter

Seegfrörne

Aktualisiert am 05.10.2026 · Redaktion ausflugsziele-bodensee.de

Kurz zusammengefasst

Die Seegfrörne ist das vollständige Zufrieren des Bodensees, bei dem das Eis so dick ist, dass man den See überqueren kann; zuletzt war das 1963 der Fall.

Was bedeutet Seegfrörne am Bodensee?

Seegfrörne nennt man am Bodensee den Zustand, in dem der See komplett zugefroren und begehbar ist. Das passiert nur nach langer, strenger Kälte. Ein tiefer See kühlt langsamer aus als ein flacher, außerdem gefriert er erst, wenn das Wasser bis in die Tiefe kälter als vier Grad ist.

Der kleinere, flachere Untersee friert deutlich öfter zu als der Obersee.

Der Heimatforscher Kurt Brunner nennt in den Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees für den ganzen See seit dem Jahr 875 mehr als dreißig überlieferte Seegfrörnen. Im 19. Jahrhundert gab es sie 1830 und 1880. Zuletzt war der Bodensee vom 9. Februar bis zum 10. März 1963 zur Gänze zugefroren, im 20. Jahrhundert war das das einzige Mal. Zeitweise gingen Zehntausende über das Eis, in Langenargen ließen sich Menschen die Überquerung sogar urkundlich bestätigen.

Für dich heißt das: Mit einer Seegfrörne kannst du nicht planen. Betritt Eisflächen am See nicht auf eigene Faust, nur offiziell freigegebene Flächen kommen infrage.

Welche Begriffe hängen mit Seegfrörne zusammen?

Seegfrörne steht im Glossar in Verbindung mit Untersee, Obersee, Schwäbisches Meer, Zeppelin und Föhn.

Welche Quellen belegen die Angaben zu Seegfrörne?

Der Eintrag zu Seegfrörne stützt sich auf 3 Quellen, geprüft zum 05.10.2026.